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Heizung · Energiemanagement

Energiemanagement: Strom nutzen, wenn er günstig ist

Wärmepumpe, Photovoltaik, Batteriespeicher und Wallbox arbeiten in den nächsten Jahren immer enger mit dem Stromnetz zusammen. Steuerbare Verbraucher, Smart Meter und dynamische Stromtarife machen es möglich, Energie genau dann zu nutzen, wenn sie reichlich vorhanden und günstig ist. Wir informieren Sie, wie das funktioniert, und geben Ihnen eine erste Einschätzung, was in Ihrem Haus sinnvoll ist.

Wir sind Heizungsbauer, keine Elektriker. Die elektrische Beratung, Planung und Installation übernimmt deshalb unser Partner-Elektromeister – oder Ihr eigener Elektriker, wenn Sie schon einen haben. Wir stimmen uns eng mit ihm ab, damit Heizung und Elektrik zusammenpassen.

Beratung anfragen Die Bausteine

Was sich gerade ändert

  • Der Strompreis schwankt. An der Strombörse ändert sich der Preis stündlich. Bei viel Wind und Sonne ist Strom günstig, an windstillen Winterabenden teuer.
  • Die Netze werden digital. Smart Meter messen den Verbrauch viertelstündlich und machen zeitabhängige Preise erst möglich.
  • Flexibilität wird belohnt. Wer Wärmepumpe oder Wallbox steuern lässt, zahlt weniger Netzentgelt. Wer seinen Verbrauch verschiebt, kann mit einem dynamischen Tarif sparen.

Das Prinzip in einem Satz

Verbrauchen, wenn Strom reichlich da ist – zurückhalten, wenn er knapp und teuer ist.

Die Wärmepumpe ist dafür ideal: Wärme lässt sich gut speichern – im Pufferspeicher, im Warmwasser und in den Wänden Ihres Hauses. So kann die Wärmepumpe günstige Stunden nutzen, ohne dass es kühler wird.

Die Bausteine

Energiemanagement ist kein einzelnes Gerät, sondern das Zusammenspiel mehrerer Bausteine. Nicht jedes Haus braucht alle – wir stellen zusammen, was zu Ihnen passt.

SEIT 2024

Steuerbare Verbraucher

§ 14a Energiewirtschaftsgesetz

Neue Wärmepumpen, Wallboxen und Stromspeicher mit mehr als 4,2 kW gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei Engpässen vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen – abschalten darf er sie nicht. Im Gegenzug sinkt Ihr Netzentgelt.

Smart Meter

Intelligentes Messsystem

Der digitale Zähler mit Kommunikationsmodul misst Ihren Verbrauch viertelstündlich. Er ist die Voraussetzung für zeitabhängige Netzentgelte und für dynamische Stromtarife. Der Einbau läuft regional unterschiedlich schnell.

Dynamischer Stromtarif

Preis folgt der Strombörse

Seit 2025 müssen alle Stromanbieter einen dynamischen Tarif anbieten. Der Preis ändert sich stündlich – nachts oder bei viel Wind und Sonne ist er oft deutlich niedriger als zu den Spitzenzeiten.

Energiemanager

Das Gehirn der Anlage

Ein Energiemanagementsystem verbindet Wärmepumpe, PV-Anlage, Speicher und Wallbox und entscheidet automatisch, wer wann Strom bekommt. Bei Viessmann übernimmt das zum Beispiel das Energy Management der Viessmann One Base mit der ViCare-App.

Speicher

Wärme und Strom

Wärme zu speichern ist günstiger als Strom: Puffer- und Warmwasserspeicher nehmen günstigen Strom als Wärme auf. Ein Batteriespeicher verschiebt Solarstrom vom Mittag in den Abend.

Photovoltaik und Wallbox

Eigener Strom zuerst

Solarstrom vom eigenen Dach wird zuerst selbst genutzt – für Wärmepumpe, Warmwasser und das E-Auto. Nur was übrig bleibt, geht ins Netz.

Netzentgelt sparen: die drei Module

Wer eine steuerbare Wärmepumpe oder Wallbox betreibt, bekommt vom Netzbetreiber einen Rabatt. Dafür gibt es drei Modelle:

Modul 1: Pauschale

Ohne zusätzlichen Zähler

Ein fester jährlicher Rabatt auf das Netzentgelt. Die Höhe legt Ihr Netzbetreiber fest, meist liegt sie bei rund 110 bis 190 Euro im Jahr.

Modul 2: 60 Prozent weniger

Mit eigenem Zähler

Für den Strom der Wärmepumpe sinkt der Arbeitspreis des Netzentgelts um 60 Prozent. Das lohnt sich meist bei höherem Verbrauch und braucht einen separaten Zählpunkt.

Modul 3: Nach Tageszeit

Zusätzlich zu Modul 1

Das Netzentgelt wechselt zwischen Niedrig-, Standard- und Hochlastzeiten. Voraussetzung ist ein Smart Meter. Netzbetreiber müssen Modul 3 seit April 2025 anbieten, umgesetzt ist es aber noch nicht überall.

Welches Modul sich für Sie lohnt, hängt von Verbrauch, Netzbetreiber und Zähleranlage ab. Das rechnen wir gemeinsam mit unserem Partner-Elektriker für Ihr Haus durch.

Ein Wintertag mit Energiemanagement

So kann ein Tag mit Wärmepumpe, PV-Anlage, Batteriespeicher und dynamischem Tarif aussehen:

  • 3 Uhr nachts: Viel Windstrom, niedriger Preis – die Wärmepumpe lädt Pufferspeicher und Warmwasser auf.
  • 7 Uhr: Der Preis steigt – die Wärmepumpe läuft sparsam, das Haus nutzt die gespeicherte Wärme.
  • 12 Uhr: Die PV-Anlage liefert Strom – Wärmepumpe, Batterie und E-Auto werden versorgt.
  • 18 Uhr: Abendspitze, teurer Strom – die Batterie versorgt den Haushalt, die Wärmepumpe läuft nur, wenn es nötig ist.

Wichtig zu wissen

  • Komfort geht vor: Die Regelung hält immer Ihre Wunschtemperatur.
  • Wie viel Sie sparen, hängt von Haus, Tarif und Anlage ab. Pauschale Versprechen machen wir nicht – wir rechnen es für Ihr Haus durch.
  • Ein dynamischer Tarif passt am besten, wenn sich Verbrauch verschieben lässt – also mit Wärmepumpe, Speicher oder E-Auto.

Was wir für Sie tun

VIESSMANN

ViCare-App

Raumtemperatur, Zeitprogramme und Urlaubsbetrieb bequem per Smartphone einstellen – und jederzeit sehen, wie Ihre Anlage arbeitet und was sie verbraucht.

Direkter Draht zum Fachbetrieb

Auf Wunsch verbinden Sie Ihre Anlage mit uns. So erkennen wir Störungen früh und können oft helfen, bevor es kalt wird.

Planung und Anmeldung

Wir sorgen dafür, dass die Heizung richtig eingebunden ist. Die elektrische Planung, die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Steuerung nach § 14a übernimmt unser Partner-Elektromeister – oder Ihr eigener Elektriker, wenn Sie schon einen haben.

Persönliche Beratung gewünscht?

Wir kommen zu Ihnen, sehen uns Ihre Anlage an und zeigen Ihnen die passenden Möglichkeiten.